Zum Newsportal

Drehkreuz und Schaufenster für Innovationen auf knapp 20.000 qm

Firmennews vom 20.09.2021

* Modellfabrik mit realen Anwendungen zeigt Fabrik der Zukunft
* Großes Testgelände für mobile Arbeitsmaschinen und Veranstaltungen
*Kooperationen mit Kunden, Partnern und unternehmensinterne
Zusammenarbeit stärken Innovationskraft
*CO2-neutraler Gebäudebetrieb und nachhaltige, regionale Baustoffe

Die Innovationen entstehen in enger Zusammenarbeit zwischen Bosch
Rexroth, Kunden und Anwendern. In einer Modellfabrik und auf einem
großen Freigelände lassen sich Innovationen erleben, testen und
weiterentwickeln.


„In Ulm bringen wir zusammen, was zusammengehört: Kunden und
Innovationen. Erfolgreich sind Innovationen nur, wenn sie Herausforderungen
von Kunden lösen – sowohl wirtschaftliche als auch beim nachhaltigen
Umgang mit Ressourcen“, sagt Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert
Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und
Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. Entwickelt werden vor Ort vor
allem Produkte mit hohem Software-Anteil, die eine flexible industrielle
Fertigung ermöglichen und die Emissionen mobiler Arbeitsmaschinen
reduzieren. Die Entwicklungsteams testen neue Produkte und Lösungen erst
virtuell und wandeln die Hauptfunktion dann in ein Minimum Viable Product
(MVP) um, also ein Basisprodukt ohne vollständig ausgearbeitete
Detailfunktionen. Anhand dessen spricht Bosch Rexroth mit Kunden über
reale Einsatzmöglichkeiten der Produktidee. Auf Basis von Kundenrückmeldungen
wird das Produkt (MVP) weiterentwickelt und es entsteht ein
Prototyp. So fließen fortlaufend Erfahrungswerte von Kunden in die
Entwicklung ein. „Durch den stetigen Austausch mit unseren Kunden
erkennen wir den Innovationsbedarf zuverlässig und zügig. So wollen wir die
Anzahl erfolgreicher Produkteinführungen mindestens verdoppeln und

schneller auf den Markt bringen“, so Najork.

Im Fokus: Digitalisierung und Elektrifizierung

Ein fester Bestandteil des Kunden- und Innovationszentrums ist die
Modellfabrik. Auf rund 500 Quadratmetern demonstriert Bosch Rexroth die
Potenziale einer modularen und hoch digitalisierten Fertigung. Hier kommen
auf einem intelligenten Boden beispielsweise autonome Transportsysteme für
die Intralogistik, selbstlernende Roboter zur Kommissionierung, oder auch
automatische Produktionsassistenten mit einer sensorgestützten, virtuellen
Schutzfunktion zum Einsatz. Die Digitalisierung aller Komponenten und
Systeme eröffnet Maschinenbauern und Fabrikbetreibern neue Perspektiven:
Umfangreiche Softwarefunktionen und auswertbare Daten bilden die Basis
für den effizienteren Einsatz von Maschinen in der Fabrik der Zukunft. Dazu
werden immer mehr Funktionen von der Hardware in die Software verlagert
und die Funktion um einen digitalen Zwilling ergänzt. So kann Bosch Rexroth
in der Modellfabrik zeigen, wie sich mit Hilfe von Simulationen Maschinen,
Anlagen sowie manuelle Arbeitsplätze optimieren und umstellen lassen.
Wegweisende Ideen werden so unter realitätsnahen Bedingungen getestet.
Die Modellfabrik wird zu einem wichtigen Industrie 4.0-Hub für Bosch. Auch
andere Bereiche des Industriegeschäfts, wie beispielsweise Bosch Building
Technology, Bosch.IO, Bosch Connected Industry oder Bosch Engineering
and Production Services, können dort ihre Soft- und Hardwarelösungen
sowie Dienstleistungen integrieren und das Feedback von Kunden zur

Weiterentwicklung nutzen.

Neben der Fabrikautomation konzentriert sich Bosch Rexroth in Ulm auf die
Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen wie Radlader oder Bagger.
Eingesetzt werden sie beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft, auf
Baustellen oder beim Güterumschlag in Häfen. Vollständig elektrifiziert, sind
die Maschinen lokal emissionsfrei. So leistet Bosch Rexroth einen wichtigen
Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Lebensqualität in
Städten. Um die neu entwickelten Elektromotoren und Inverter gemäß
Kundenanforderungen weiter zu optimieren, verfügt das Unternehmen in Ulm
über einen Hochleistungsprüfstand für elektrische Antriebe mobiler
Arbeitsmaschinen. Dieser erreicht eine Spitzenleistung von bis zu 830 kW.

Außengelände und Schulungsräume zum Testen und Lernen

Zum Kunden- und Innovationszentrum mit mehr als 8.500 qm Gebäudefläche
gehört auch der TechPark, ein rund 10.000 qm großes Außengelände mit
Werkstätten und einer Versuchsfläche für elektrisch angetriebene mobile
Arbeitsmaschinen. Hier werden auch Kundenveranstaltungen unter freiem
Himmel stattfinden.
Digitalisierung, Vernetzung und IoT prägen die Arbeit in den Fabriken
dauerhaft. Das Know-how von Fachkräften muss hiermit Schritt halten. In
einer eigenen Akademie bildet Bosch Rexroth Mitarbeiter und Kunden weiter
und macht sie fit für Industrie 4.0. Im Innovationszentrum sind dafür
Trainingsräume und -systeme eingerichtet. Hier lernen Fachkräfte, wie sich
Maschinen und Arbeitsstationen vernetzen lassen und wie aus Daten
Mehrwert entsteht, zum Beispiel um die Energieeffizienz in Fabriken zu
optimieren.

Moderne Formen der Zusammenarbeit

Im Kunden- und Innovationszentrum sind aktuell rund 200 Mitarbeitende aus
18 Nationen beschäftigt. 25 Prozent davon sind Entwicklerinnen. Bis 2022
soll die Zahl der Mitarbeitenden in Ulm auf 250 anwachsen. Nahezu alle
Arbeitsplätze haben einen Bezug zu Elektrifizierung, Digitalisierung und
Software. Das Kunden- und Innovationszentrum ist auf Co-Working
ausgelegt: Experten aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern wie der
Mobilhydraulik oder der elektrischen Antriebstechnik arbeiten in
funktionsübergreifenden Teams mit Kunden zusammen. Auch die
Zusammenarbeit mit Start-Ups innerhalb der Bosch-Gruppe und im
Großraum Ulm soll intensiviert werden. Das Ziel: mehr Innovationen in

kürzerer Zeit für die Kunden entwickeln.

Nachhaltig gebaut und klimaneutraler Betrieb

Beim Innovationszentrum wurde von Beginn an auf Nachhaltigkeit gesetzt
sowie auf regionale Anbieter und Baustoffe Wert gelegt. Die in der
Gebäudefassade verbauten Hölzer kommen aus dem Schwarzwald. Die
Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt den Standort mit regenerativer
Energie. Der Betrieb des neuen Gebäudes ist CO2-neutral – vor allem mit
Hilfe einer Kombination aus Fernwärme und Fernkälte, zu 70 Prozent
gewonnen aus Biomasse. Damit reiht sich der neue Standort in die weltweit
über 400 seit dem Jahr 2020 klimaneutralen Bosch-Standorte ein. Eine
klimafreundliche An- und Abreise für Mitarbeitende und Kunden ist dank 12
Ladestationen für Elektroautos und -fahrräder möglich.

Nachhaltige Produkte besonders gekennzeichnet

In Ulm vermittelt Bosch Rexroth seinen Kunden die Nachhaltigkeit seiner
Produkte und Lösungen noch intensiver als bisher. So wird gezeigt, dass
viele Produkte den vermeintlichen Widerspruch zwischen wirtschaftlichen
Zielen und Nachhaltigkeitsansprüchen überwinden können, indem sie
beispielsweise die Produktivität erhöhen und gleichzeitig weniger Energie
oder Ressourcen verbrauchen.

Stadtentwicklungsverband Ulm/Neu-Ulm

Bosch Rexroth eröffnet Kunden- und Innovationszentrum in Ulm: Booster für partnerschaftliche Entwicklungen in der Industrie

Branche Organisationen und Institutionen
gegründet2000
Firmenprofil